Deutsche GT-Meisterschaft: Feller/Mies siegen in Zandvoort

Pole-Position, schnellste Rennrunde und Sieg: Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) fuhren im Samstagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft in Zandvoort zu einem souveränen Sieg. Es war der erste der Saison für den Audi R8 LMS. Zweite wurden auf dem spektakulären Dünenkurs Maro Engel (35/Monte Carlo) und Luca Stolz (25/Brachbach, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT), Rang drei sicherten sich Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport) im BMW. „Ein perfekter Tag mit einem perfekten Rennen“, jubelte Sieger Feller. „Es hat alles zusammengepasst: Das Auto war fantastisch, die Strategie auf den Punkt und Chris ist den Sieg souverän nach Hause gefahren. Ich bin überglücklich.“

Ricardo Feller legte den Grundstein für den Sieg mit seinem guten Start von der Pole-Position aus. Der Schweizer blieb vorn und behauptete seine Führung vor dem zweitplatzierten Lamborghini-Fahrer Mirko Bortolotti (31/I, GRT Grasser Racing Team) bis zu den Boxenstopps – trotz zweier kurzer Safety-Car-Phasen zur Bergung des Audi von Daniel Keilwitz (31/Villingen, Aust Motorsport) und des Porsche von Klaus Bachler (29/A, Precote Herberth Motorsport). Feller übergab in der 17. Runde an Partner Mies, während Bortolotti einen Umlauf später mit Partner Albert Costa Balboa (31/E) tauschte. Costa Balboa kam als Führender zurück auf die Strecke, konnte sich jedoch nur kurz über seine Position freuen: Nach vier Runden musste er eine Durchfahrtsstrafe wegen eines zu kurzen Boxenstopps absolvieren und fiel aus den Top Ten. Christopher Mies brachte danach souverän den Audi R8 LMS ins Ziel. Am Ende hatte er knapp drei Sekunden Vorsprung. Für Mies und Feller, ihren Rennstall und auch Audi war es auf dem umgebauten Kurs, der jetzt zwei spektakuläre Steilkurven hat, der erste Sieg der Saison.

Die zweite Position holten Maro Engel und Luca Stolz. Das Duo war von Rang drei ins Rennen gegangen und feierte mit dem nach dem Startunfall auf dem Red Bull Ring neu aufgebauten Mercedes-AMG gleich seine erste Top-Drei-Platzierung der Saison. Rang drei ging an die BMW-Werksfahrer Nick Yelloly und Jesse Krohn.

Sven Müller (29/Bingen am Rhein) und Robert Renauer (36/Vierkirchen, beide Precote Herberth Motorsport) fuhren im bestplatzierten Porsche 911 GT3 R auf Platz vier, dahinter folgten Charles Weerts (20/B) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT) in einem weiteren Audi.

Mit Platz sechs verteidigten die Porsche-Fahrer Mathieu Jaminet (26/F) und Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance), die von Platz acht gestartet waren, im fünften Saisonrennen ihre Tabellenführung. Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, beide Callaway Competition) wurden in der Corvette C7 GT3-R Siebte vor den Mercedes-AMG-Duos Igor Waliłko (23/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) und Maximilian Buhk (28/Hamburg) und Raffaele Marciello (26/I, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR).

Stimmen der Sieger
Ricardo Feller: „Vor drei Wochen bin ich hier bereits in einer anderen Serie auf die Pole gefahren und habe den Sieg geholt. Ich habe nicht zu träumen gewagt, dass mir dies an diesem Wochenende noch mal gelingt. Das im ADAC GT Masters zu schaffen ist eine mega Leistung.“

Christopher Mies: „Ich freue mich sehr über den Sieg und für das Team. Ricardo hat schon im Qualifying einen super Job gemacht und im Rennen war es dank des guten Autos relativ einfach für uns. Der Sieg war zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr. Zuerst war ich ziemlich überrascht, warum der Lamborghini nach dem Boxenstopp so weit vor uns lag, und versuchte natürlich die Lücke möglichst schnell wieder zu schließen. Das ist mir auch gelungen. Als er für dann für die Strafe in die Box abbiegen musste, war das Rennen relativ ungefährdet.“

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