EnduroGP-WM Woltersdorf: Die Briten schnitten am besten ab

Die Region Rüdersdorf / Woltersdorf bei Berlin war in diesem Jahr Schauplatz für den Showdown der Enduro-Weltmeisterschaft. Nach dem Finale in Zschopau 2017 wurde die WM damit zum zweiten Mal in Folge in Deutschland entschieden. Insgesamt 72 Starter aus 19 Nationen stellten sich in den verschiedenen EnduroGP-Klassen der Herausforderung, unter ihnen auch zehn Deutsche. Die äußeren Bedingungen waren beim diesjährigen Novemberpokal komplett auf den Kopf gestellt. Zwar gab es auch in der Vergangenheit immer wieder auch Ausgaben bei strahlendem Sonnenschein, doch nie waren die Temperaturen so hochsommerlich und die Strecke so extrem staubtrocken.

Das Finalwochenende wurde bereits am Freitagabend mit dem Super-Test eröffnet, bei dem sich die Schnellsten Bonussekunden für den ersten Tag sichern konnten. Am Samstag und Sonntag galt es dann, je drei Runden mit drei verschiedenen Sonderprüfungen zu absolvieren sowie den Extrem-Test, der am Ende noch ein viertes Mal gefahren werden musste. Gesamtschnellster Fahrer des ersten Tages wurde der Brite Steve Holcombe, der damit für großen Jubel bei seinem Team sorgte. Der Beta-Werksfahrer sicherte sich damit vorzeitig den klassenübergreifenden EnduroGP-Titel sowie die Meisterschaft in der Kategorie Enduro3. Auch bei einem Landsmann des Titelgewinners knallten die Sektkorken: Brad Freeman, der Junioren-Weltmeister von 2017, holte sich in seinem ersten Jahr bei den „Großen“ den Titel in der Enduro1.

Nachdem die Nachwuchsklassen allesamt bereits vor dem Finale entschieden waren, richteten sich am Finaltag alle Blicke auf die Enduro2-Klasse. Hier lag der Italiener Alex Salvini mit zehn Punkten Vorsprung auf Eero Remes (FIN) in Front. Doch dem Husqvarna-Fahrer machte ein technischer Defekt einen dicken Strich durch die Rechnung, als er wegen eines gebrochenen Kabels ausfiel. So musste Remes nur noch sauber ins Ziel kommen und nicht schlechter als Fünfter werden. Das schaffte der Finne als Zweiter mit Bravour und wurde damit als neuer Enduro2-Weltmeister gefeiert. Im Damen-Weltcup siegte seine Landfrau Sanna Karkkainen.

Die deutschen Fahrer zogen sich gegenüber der Weltelite überaus achtbar aus der Affäre. Christian Brockel war an beiden Tagen Schnellster, gefolgt von Edward Hübner. In der Enduro2 bedeutete das für beide die Ränge sechs und fünf bzw. sieben und sechs. Björn Feldt schaffte in der Enduro3 zweimal Platz fünf, während Lokalmatador Robert Riedel in der Enduro1 vor allem am ersten Tag als Sechster glänzen konnte.

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